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Die „Warner“ vor zu viel Salz sprechen in der Regel von Industriesalz, also dem Koch-, „Speise“- oder Tafelsalz im Supermarkt. Industriesalze sind raffinierte Salze, die zu 99,99% aus Natriumchlorid bestehen. Industriesalze durchlaufen einen chemischen Reinigungsprozess. Bei diesem Prozess werden dem Natursalz Mineralien und Spurenelemente entzogen. Übrig bleibt lediglich Natrium und Chlorid. Für den Gebrauch als Speisesalz wird es meist noch mit Rieselhilfen wie Magnesiumcarbonat (E504) oder Calciumcarbonat (E170) oder Aluminiumhydroxid (E551) versetzt. Zusätze wie Jod, Fluor oder Folsäure werden oft dazu gegeben.
Das Speisesalz, das wir in den Regalen der Lebensmittelmärkte finden macht übrigens lediglich ca. 0,3% der raffinierten Industriesalze aus. 93-94% dieser Salze werden zur Herstellung von Plastik, Mineralöl, als Weichmacher etc. benötigt. Den Rest braucht die Lebensmittelindustrie zur Haltbarmachung von Lebensmitteln, denn Natriumchlorid ist so aggressiv, dass es Mikroben zuverlässig tötet.
Peter Ferreira, hat sich mit einem höchst eindrucksvollen, 4,5 Stunden Vortrag zum Thema Wasser und Salz bei Youtube sowie auf verschiedenen Webseiten ein Denkmal gesetzt. Er ist überzeugt, in unserem Essen habe das Koch- bzw. das so genannte „Speise“-salz aufgrund seiner Aggressivität nichts zu suchen. Für unsere Zellen sei Natriumchlorid ebenso ein Gift, das der Körper bekämpfe, indem er sich bemühe es so schnell wie möglich loszuwerden oder zumindest neutral zu stellen.
Die Nieren seien fähig 5-7 Gramm NaCl am Tag auszuscheiden. Doch bekämen wir in der westlichen Welt durch industriegefertigte Produkte, also quasi versteckt, im Durschnitt 12-20 Gramm Salz pro Tag zugeführt. Was der Körper nicht ausscheiden könne, müsse er neutral stellen. Für diese Neutralstellung benötige er sein „allerbestes Wasser“ also genau jenes Zellwasser, das er sich, wie in unserem Beitrag über Aquaporine und Zellwasser beschrieben, mühsam zellverfügbar gereinigt hat. Der Körper müsse das 23fache dieses kostbaren Zellwassers verwenden, um jedes Gramm Natriumchlorid zu neutralisieren (zu binden), das nicht über die Nieren ausgeschieden werden könne. Das Resultat: Die Zelle dehydriere. Eines der sichtbaren Zeichen sei runzelige Haut.
Nehme der Mensch dauerhaft Kochsalz zu sich, könne der Körper sein Zellwasser nicht permanent opfern und es käme an der Oberfläche der Knochen zu einer Rekristallisierung. An den Gelenken könne es dadurch zur erhöhten Reibung und somit zu Entzündungen kommen. Rheuma, Gicht, bzw. Gelenkkrankheiten seien oft die Folge. Dies ist ein Grund, warum möglichst zellverfügbares Wasser getrunken werden sollte.
Lese hier: Warum das richtige Salz lebenswichtig ist.