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Bereits erhöhtes Krebsrisiko bei 3,87mg Nitrat pro Liter Trinkwasser.
Deutschland erlaubt 50 mg/L. Wasserwerke kämpfen um Einhaltung dieses Wertes.
In einer Studie untersuchten Forscher den Zusammenhang zwischen langfristiger Nitratbelastung im Trinkwasser und dem Darmkrebsrisiko. 2,7 Millionen Erwachsene waren 33 Jahre einer Trinkwasserqualität aus öffentlichen Wasserwerken und privaten Brunnen ausgesetzt. 1,7 Millionen Personen unter ihnen waren einem erhöhten Nitratwert von 3,87 mg/L ausgesetzt. In diesem Personenkreis wurden 5.944 Fälle von Darmkrebs identifiziert.
2018 wurde die Studie veröffentlicht(1). Die Wissenschaftler schreiben: „Wir fanden ein statistisch signifikant erhöhtes Risiko bei Trinkwasserwerten über 3,87 mg/L, also deutlich unter dem derzeitigen Trinkwasserstandard von 50 mg/L.“
Das Umweltbundesamt schreibt auf seiner Website(2): „In Deutschland weisen ca. 17 Prozent der Messstellen des repräsentativen EUA-Grundwassermessnetzes (Messnetz für die Berichterstattung an die Europäische Umweltagentur) Nitratgehalte über dem Schwellenwert von 50 mg je Liter auf.“
Mit Hilfe von Verdünnung kämpfen die Wasserwerke gegen zu hohe Werte im Trinkwasser an.
Diese Karte aus dem Jahr 2017 ist die aktuellste Übersicht die das Umweltbundesamt auf seiner Website zu bieten hat. Rot bedeutet ein schlechter Zustand des Grundwassers aufgrund von Nitratbelastung.
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1) Schullehner J, Hansen B, Thygesen M, Pedersen CB, Sigsgaard T. Nitrate in drinking water and colorectal cancer risk: A nationwide population-based cohort study. Int J Cancer. 2018 Jul 1;143(1):73-79. doi: 10.1002/ijc.31306. Epub 2018 Feb 23. PMID: 29435982.