Nachfolgend einige politische, juristische, zivilgesellschaftliche und wirtschaftliche Maßnahmen - um Wasser nicht zur Ware erklären zu lassen.
In der UN-Resolution von 2010 wurde Wasser als Menschenrecht anerkannt. Diese Resolution muss in nationale Verfassungen und Gesetzgebungen überführt und gegen Lobbyismus verteidigt werden.
Deutschland hat (noch) viele kommunale Versorger. Diese sollten per Gesetz gegen Übernahmen oder Teilprivatisierungen geschützt werden – wie es z. B. Uruguay in der Verfassung festgelegt hat.
In vielen Ländern können Konzerne mit minimalen Gebühren riesige Mengen Wasser abpumpen. Das muss über gesetzliche Höchstmengen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und lokale Beteiligung reguliert werden.
In Berlin (2013) konnte durch einen Volksentscheid die Rückführung der teilprivatisierten Wasserversorgung erreicht werden. Solche Direktdemokratie-Instrumente müssen häufiger und verbindlicher genutzt werden.
Konzerne wie Nestlé agieren über Think-Tanks, NGOs und politische Netzwerke (wie das WEF). Diese Verbindungen sollten offengelegt und kritisch begleitet werden – etwa durch NGO-Recherchen, Watchdogs und investigative Medien.
Statt Profitmaximierung durch Private: Förderung von Bürgergenossenschaften und öffentlichen Versorgern, die Wasser als Gemeingut verwalten.
Wenn Gemeinden unabhängiger vom zentralen Wassermarkt werden (z. B. durch Zisternen, dezentrale Klärsysteme, Wasserkreisläufe), schwächen sie die Abhängigkeit von großen Versorgern.
Bereits in Schulen, Medien und NGOs sollte der Gedanke „Wasser ist Leben, kein Geschäft“ konsequent vertreten und erklärt werden. Das fördert langfristige Resilienz gegen neoliberale Erzählungen.
Finanzielle, juristische und mediale Unterstützung für indigene und ländliche Gemeinden (z. B. in Kanada, Peru oder Südafrika), die sich gegen Wasserentnahme durch Großkonzerne wehren.
💧 alles über sauberes, gift- und schadstofffreies Wasser
The human right to water and sanitation :