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Die allgemeine „Knappheit“ die viele Menschen momentan knebelt, bedroht jetzt …

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Die allgemeine „Knappheit“ die viele Menschen momentan knebelt, bedroht jetzt auch unsere Gewässer.
Durch Mangel an Chemikalien sind bundesweit Kläranlagenbetreiber gezwungen die Grenzwerte für die Einleitung von Phosphaten in die Umwelt zu überschreiten.

Im September 2022 veröffentlichte die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) eine Pressemeldung mit dem Hinweis, dass „ausgeprägte und zunehmende Lieferengpässe für Betriebsmittel für die Phosphorfällung die deutsche Abwasserwirtschaft vor erhebliche Probleme stelle. Phosphorfällung bedeutet die Eliminierung von Phosphor aus dem Klärwasser. Ohne diese Betriebsmittel können die Einleite-Grenzwerte für Phosphor nicht eingehalten und damit der Schutz der Gewässer vor Eutrophierung nicht gewährleistet werden.“ (Euthropierung bedeutet die Bildung giftiger Algenblüten, Sauerstoffmangel und Verlust der Artenvielfalt. Das Wasser wird trüb und der Sauerstoffmangel tötet schließlich alles Leben).
Nach einer repräsentativen Umfrage der DWA, meldete ein Viertel der Kläranlagen Lieferausfälle der dringend benötigten Chemikalien. Auf Nachfrage des Truu-Info-Channels nach der aktuellen Entwicklung im Oktober 2022 antwortete der Dipl.-Volkswirt Stefan Bröker, Pressesprecher der DWA, dass bei einer zweiten Umfrage festgestellt wurde, dass bis Ende des Jahres 100.000 Tonnen der Chemikalien fehlen. Dies entspreche etwa 50-60% der benötigten Menge.

Kurzfristig könnten die Engpässe auf den Liefermärkten auch nicht behoben werden, dies hätten die Hersteller der entsprechenden Betriebsmittel gegenüber der DWA ausdrücklich betont. Es fehlen insbesondere Eisensalze, die als Nebenprodukte bei der Herstellung von z.B. Titandioxid für Farben und Lacke anfallen.
Führt jedoch eine Kläranlage überhöhte Phosphorwerte zurück in unsere Gewässer, werden Strafzahlungen fällig, die auf die Endverbraucher umgelegt werden. Nachdem die Grenzwerte jedoch aufgrund von Knappheit und somit quasi unverschuldet überschritten werden, dulden die ersten Bundesländer Grenzwertüberschreitungen.
Die norddeutschen Bundesländer Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sowie Nordrhein-Westfalen hatten bereits im September entsprechende Erlasse an die zuständigen Wasserbehörden geschickt.
Mittlerweile ist das Problem in allen Bundesländern angekommen. Phosphate selbst sind zwar nicht toxisch, doch sind sie für unsere Gewässer dennoch eine tödliche Bedrohung. Sie fördern die Bildung von Algen. Sie vermehren sich so stark, bis kein Leben mehr in den betreffenden Gewässern möglich ist. Für sämtliche Gewässer, inklusive für Nord- und Ostsee ist dies ein Problem. „Lösungen“ werden momentan nur zum Schutz des Geldbeutels der Verbraucher diskutiert, eine Lösung für die Natur und unser Wasser ist noch nicht in Sicht. Eine private, professionelle Filteranlage, schützt zumindest das Trinkwasser in der Küche.
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EutrophierungDer Begriff "eutroph" stammt aus dem Griechischen (eu trophos) und bedeutet „gut ernährt”. Ausgelöst wird Eutrophierung durch menschliche Aktivitäten die zu einer Anreicherung von Nährstoffen in
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